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21.05.2001

CMS 2001 Berlin - Chance für Reinigungsmittelhersteller

Im Vorfeld der neuen Fachmesse CMS (Cleaning. Management. Services.) sind die Hersteller von Reinigungs-, Desinfektions- und Pflegemitteln zuversichtlich, dass die Premiere mit der sich abzeichnenden guten Beteiligung und dem attraktiven Rahmenprogramm eine große Zahl von in- und ausländischen Besuchern anziehen wird. Wie J. Haentjes, stv. Vorsitzender des Fachbereiches Gebäudereinigung im IHO und Sprecher der Reinigungsmittelhersteller in einem Pressegespräch betonte, ist die Zusammenführung der Interessen der Vorveranstaltungen RT und IRW und die internationale Ausrichtung ein gelungener Schritt zur Steigerung der Effizienz. Das ist zum Vorteil aller Beteiligten - sowohl der Aussteller aus den Bereichen Zulieferindustrie und Dienstleistung als auch der Fachbesucher vor allem aus den Bereichen Dienstleistung, Eigenreinigung und Gebäudebetreiber. Ausdrücklich bedankte er sich für die hervorragende Zusammenarbeit mit den Trägerverbänden BIV und VDMA und mit der Messegesellschaft Berlin. Man erwartet, dass diese Messe mehr als die Summe der zusammengeführten Teile darstellt und dadurch mit insgesamt weniger Aufwand mehr Interessenten erreicht werden. Die in diesem Bereich tätigen Mitgliedsfirmen des IHO werden fast vollzählig vertreten sein. Für den IHO ist die Messe CMS das herausragende Ereignis des Jahres.

Der Messekongress ist neben der eigentlichen Ausstellung ein gleichwertiger Teil dieser Veranstaltung. Der IHO behandelt im Kongressforum "Reinigungsmittel im Dienste des Kunden" wichtige Themen rund um die Reinigungsmittelchemie. Mit Vorträgen zu Sanitärreinigung, Bodenpflegesystemen und Trittsicherheit wird dargelegt, dass die Reinigungschemie - übrigens bei kleinem Kostenanteil - eine bedeutende Leistung für die qualitativ hochwertige Dienstleistung unserer Anwender und damit zur Zufriedenheit der Endkunden erbringt. Man rechnet hauptsächlich mit Tagesbesuchern und wiederholt deshalb an den 3 Kongresstagen ein identisches Vortragsprogramm. Die Besucher sollen Gelegenheit haben, sowohl die Aussteller als auch die Vorträge zu besuchen.

Mit gespannter Erwartung, so J. Haentjes, erhoffe sich die Reinigungsmittelindustrie von der Messepremiere ein Aufbruchsignal für die Branche und neue Wachstumsimpulse, die jedoch eher vom Auslandsgeschäft erwartet werden. Besonders wichtig sei deshalb die Erschließung des osteuropäischen Marktes, sowohl für Aussteller als auch Besucher. Dem wird mit einem "Nationentag" für polnische Fachbesucher als Einstieg Rechnung getragen. In der Zukunft werden alle Beitrittsländer, aber auch weitere osteuropäische Staaten einen wichtigen Markt mit hoffentlich möglichst harmonisierten Rahmenbedingungen darstellen.

Der deutsche Markt ist der bei weitem wichtigste Reinigungsmarkt in Europa und als solcher eine starke Ausgangsbasis für lokale und internationale Aktivitäten. In der Vergangenheit stagnierte jedoch gerade das Inlandsgeschäft der Reinigungsmittelindustrie. Bei Produkten für die Gebäudereinigung war nach guten Vorjahren in 2000 ein Rückgang der Umsätze und Marktpreise zu verzeichnen. Bedeutendste Produktgruppen sind Sanitärreiniger, Allzweckreiniger und Bodenpflegemittel, aber natürlich werden auch Spezialprodukte für Sonderanwendungen nicht vernachlässigt. Diese erfordern einen hohen, zunehmenden Aufwand für Forschung und produktbegleitenden Service. Im vergangenen Jahr waren zudem Kostensteigerungen durch Verpackungsentsorgung und gestiegene Rohstoffpreise zu verkraften. Das Geschäft der Formulierer von chemischen Produkten ist bei weitem nicht so ertragreich wie das der chemischen Industrie insgesamt, die ihre Schlagzeilen machenden Rekordergebnisse jedoch auch hauptsächlich im Ausland und mit Hochtechnologie erwirtschaftet.

Für das laufende Jahr rechnet die Branche laut J. Haentjes auf dem deutschen Markt bestenfalls mit einer Konsolidierung und ist verhalten optimistisch bezüglich des internationalen Geschäfts. Positiv werden die Qualitätsbemühungen der Anwender gewertet. Chanchen für Reinigungsmittelhersteller hängen von der qualitätsorientierten Nachfrage der Endkunden ab.