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23.09.2003

CMS 2003 Berlin – Investition in die Zukunft

Die Mitgliedsfirmen des Industrieverbandes Hygiene und Oberflächenschutz (IHO) sind als Hersteller von Reinigungs-, Desinfektions- und Pflegemitteln Zulieferer für die vielfältigen Aufgaben der Reinigungsbranche. Sie setzen große Hoffnungen darauf, dass von der CMS für die ganze Branche und damit auch ihr Geschäft ein Aufbruchssignal ausgeht. „Gerade in schwieriger wirtschaftliche Lage müssen wir in neue Geschäftsfelder, neue Systeme, und eben auch in neues Marketing investieren. Dabei hat sich der Horizont in jüngster Zeit etwas aufgehellt, und wir hoffen, dass dies von Dauer ist.“, sagt Josef Haentjes, TANA GmbH, der in diesem Jahr neu gewählte Vorsitzende des Verbandes IHO.

„Die CMS ist stark und bewährt sich trotz negativer Begleitumstände. Gerade war der Jahrestag des Attentats auf das World Trade Center, der die Premiere überschattet hatte, derzeit stehen die Kommunen vor einer großen Finanzmisere und können dringend notwendige Pflege und Werterhalt nicht mehr leisten – das ist gerade in Schulen und Kindergärten besonders prekär!“, so Haentjes. „Nun müssen und können wir zeigen, dass diese Messe den Wert unserer Leistungen bewusst macht und hoffen, dass Verantwortliche und Gesellschaft dies bemerken und honorieren.“

Die Vielfalt an Veranstaltungen macht die Messe besonders attraktiv. Gerade heute werden der Partnertag Russland und der parallele Kongreß der KGSt wichtige Signale setzen. Am Mittwoch folgt dann der Beitrag des IHO zum Messekongress: Stand der Technik und die Vermeidung von Reklamationen bei der Fußbodenpflege. Die Mitgliedsfirmen des IHO sehen, dass die Messe ihrem internationalen Anspruch immer besser gerecht wird und dadurch zusätzliche Aussteller und Besucher anspricht, die man sonst nicht oder nur sehr aufwändig erreichen würde.

Im vergangenen Jahr stagnierte das Inlandsgeschäft mit chemischen Produkten für die Gebäudereinigung – „Dabei sind wir im Inland mit einem blauen Auge davongekommen, und das Exportgeschäft hat sich teilweise erfreulich entwickelt. Anzeichen für eine Besserung sind allerdings noch recht zarte Pflänzchen“, fasst Haentjes Bangen und Hoffen zusammen. Bedeutendste Produktgruppen sind weiterhin Sanitärreiniger, Allzweckreiniger und Bodenpflegemittel, aber natürlich werden auch Spezialprodukte wie Cleaner und anderes für Sonderanwendungen nicht vernachlässigt.

Um chemische Produkte einsetzen zu können, muss ein erheblicher und stark zunehmender Aufwand im Hintergrund betrieben werden. „Die Zusammenarbeit im Verband ermöglicht es uns erst, alle die Gesetze zu verfolgen, vielleicht zu beeinflussen, und schließlich umzusetzen. Das wäre einzeln gar nicht leistbar. Die neue EU – Chemikalienpolitik mit dem Vorschlag zur REACH Verordnung ist im IHO das politisch wichtigste, aber bei weitem nicht einzige Thema dieser Art“ weist Haentjes auf die Vorteile einer starken Gemeinschaft zum Vorteil der Kunden hin.

Kurz- und mittelfristig erwartet die Branche laut Haentjes daher enorme Herausforderungen an Firmen und Verband. Hoher Kostenaufwand wird gleichbleibenden Umsätzen gegenüberstehen, mit Aussicht auf Verbesserung im nächsten Jahr. Chancen werden in verbesserten Systemangeboten gesehen, die den Anwendern den sicheren und leistungsstarken Einsatz von Chemieprodukten ermöglichen.