30.06.2009
Gewerbliches Waschen von blauer Arbeitskleidung bietet enorme Vorteile für die Umwelt
Ein Vergleich mit der privaten Haushaltswäsche zeigt, dass gewerbliches Waschen 52% weniger Energie, 73% weniger Wasser und 85% weniger Waschmittel verbraucht und darüber hinaus 33% weniger CO2 und 36% NOx emittiert werden.
Der Europäische Verband der Textilservice Branche (E.T.S.A.) hat bei einem in Europa führenden Institut eine unabhängige Studie in Auftrag gegeben. Das Ziel war herauszufinden, ob gewerbliches Waschen von Arbeitskleidung wirklich umweltfreundlicher ist als das Waschen von Arbeitskleidung zuhause. Der Industrieverband Hygiene und Oberflächenschutz hat die Studie unterstützt und befürwortet das Ergebnis.
Die Studie verglich die Auswirkungen des Waschens von Arbeitsbekleidung auf die Umwelt in gewerblichen Wäschereien und in privaten Haushalten. Dabei wurde folgende Fragestellung zugrunde gelegt: Was ist die kostengünstige und gleichzeitig umweltfreundlichste Art Arbeitskleidung zu waschen?
Das Ergebnis: Der gewerbliche Waschprozess bietet enorme Vorteile für die Umwelt.
Die verschmutzte blaue Arbeitskleidung
Ausgehend von 1 kg normal verschmutzter blauer Arbeitskleidung wurde die Umweltbelastung des im Waschprozess verwendeten Waschmittels beurteilt, sowie der Verbrauch von Primärenergie und Wasser und der atmosphärische Ausstoss von CO2 und NOx
Die private Haushaltswäsche
Eine existierende Ökobilanz lieferte die Daten für einen durchschnittlichen Haushaltswaschprozeß in Deutschland Mitte der Neunziger Jahre. Diese Bilanz berücksichtigte die Produktion und Verpackung des Waschmittels, sowie den Verbrauch von Wasser und die Produktion von Energie für das Waschen und Trocknen. Nicht berücksichtigt wurde das Bügeln, private Transportaufwendungen für die Arbeitskleidung und die kommunale Abwasserentsorgung. Als Schlüsselfaktoren dienten weiterhin die Verbrauchswerte der Waschmaschine und des Trockners, sowie die Füllmenge der Wäschetrommel.
Das Waschen in gewerbliche Wäschereien
Die Auswertung der Daten aus 16 Wäschereien, allesamt ETSA-Mitglieder, bildeten die Basis für das gewerbliche Waschen. Die Ergebnisse berücksichtigten den Transport der Arbeitskleidung von und zu den Kunden, das Finishen und die Abwasservorbehandlung vor der Einleitung in die Kanalisation. Ebenfalls bewertet wurde die Produktion des Waschmittels und des Stroms, sowie die Erzeugung der thermischen Energie in der Wäscherei.
Der Vergleich zeigt erhebliche Vorteile
Der Vergleich ergab, dass gewerbliches Waschen in Europa erheblich kostengünstiger und umweltbewußter ist als das Waschen in Privathaushalten. Für die gewerbliche Wäsche werden 52% weniger Primärenergie, 73% weniger Wasser, 85% weniger Waschmittel benötigt und gleichzeitig 33% weniger CO2 und 36% weniger NOx emittiert.
Das Gutachten eines unabhängigen Expertenteams
Ein unabhängiges Expertenteam kam zu dem Schluss, dass die Studie auf hohem Niveau durchgeführt wurde und die Methodik, die Vorgehensweise und die Organisation den akzeptierten und anerkannten Standards zur Erstellung von Ökobilanzen entspricht.
Gewerbliche Wäschereien in Europa bieten erhebliche Vorteile für die Umwelt und stellen eine praktische und wirtschaftliche Art zu waschen dar.
Weitere Informationen erhalten Sie bei: E.T.S.A., European Textile Services Association, 24 rue Montoyer, B-1000 Brussels, tel+32 2 282 09 90, fax +32 2 282 09 99.
