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04.12.2003

Internetkonsultationen zu REACH: IHO fordert deutliche Veränderungen

Vorschlag der EU-Kommission ist unausgereift

Der von der EU-Kommission am 16.05.2003 im Internet veröffentlichte Verordnungsentwurf zu REACH (Registrierung, Evaluierung, Autorisierung von Chemikalien), bedarf nach Ansicht des Industrieverbandes für Hygiene und Oberflächenschutz (IHO) deutlicher Veränderungen. Der IHO fordert im Rahmen der Internetkonsultationen drei zentrale Verbesserungen:

  • eine Vereinfachung der Registrierung,
  • einen Abbau an bürokratischen Erfordernissen
  • und einen verbesserten Datenschutz.

„Zudem muss der Aufwand für die Erstellung der Datenblätter zur Chemikalien-Sicherheit deutlich reduziert werden“, sagte Dr. Walter Gekeler, Geschäftsführer des IHO. „Gerade unsere kleinen- und mittelständischen Mitgliedsfirmen, die vielfach Weiterverarbeiter sind, können nicht Tausende von Datenblättern ausfüllen. Der personelle und finanzielle Aufwand wäre nicht leistbar, da die Mehrkosten nicht an den Endverbraucher weitergereicht werden können“, so Gekeler weiter. Ursächlich ist hierfür, dass viele der Chemikalien, welche im Produktionsprozess genutzt werden, im Endprodukt nicht mehr enthalten sind.

Der IHO kritisiert weiterhin die sehr weitreichenden Pflichten zur Offenlegung von Informationen und den mangelhaften Schutz von Geschäftsgeheimnissen in nahezu allen Verfahrensschritten. Dadurch wird wertvolles firmeninternes Know-how und damit die Wettbewerbs- und Innovationsfähigkeit unserer Mitgliedsfirmen deutlich gefährdet. Dr. Gekeler weist darauf hin: „Das Wissen um die genaue Zusammensetzung der Zubereitungen ist das wichtigste Kapital der Firmen. Deshalb muss der Datenschutz auch in der Zukunft besonders gewährleistet sein.“

Der IHO wird sich deshalb zur Verbesserung des Entwurfs intensiv an den Internetkonsultationen beteiligen. Der IHO-Geschäftsführer forderte die EU-Kommission auf, die Veränderungsvorschläge der Unternehmen sorgfältig in Betracht zu ziehen. „Die Bedenken der direkt durch REACH Betroffenen müssen ernst genommen werden“, unterstrich Dr. Gekeler.