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31.05.2000

Wichtige Zulieferbranche in schwierigem Umfeld gut behauptet

Düsseldorf/Dresden

Auf der Mitgliederversammlung des Industrie-verbandes Hygiene und Oberflächenschutz e.V. (IHO) in Dresden berichtete der Vorsitzende Dr. Ulrich Schilp (DiverseyLever GmbH) über die weiter verbesserte Arbeit des Verbandes, der seinen Teil dazu beiträgt, auch in Zukunft am Standort Deutschland Erfolg und damit Arbeitsplätze zu sichern. Die Verbandsmitglieder konnten ihren Umsatz steigern, beklagen jedoch rückläufige Erträge aufgrund zusätzlicher gesetzlich bedingter Kostenbelastungen, vor allem aus der Verpackungsverordnung, und hohem Rationalisierungsdruck. Die Mitgliedsfirmen begreifen sich als Zulieferer und Dienstleister, die wichtigen Anwenderbranchen, wie etwa Automobilindustrie, Lebensmittelindustrie oder Krankenhäusern die Erbringung ihrer Leistungen ermöglichen und große Verantwortung für deren Sicherheit tragen.

Hygiene und Oberfächenschutz ist eine facettenreiche Branche: die vorwiegend mittelständischen Mitgliedsunternehmen des IHO sind Hersteller von Reinigungs-, Wasch- und Desinfektionsmitteln für professionelle Anwendungen in der Ernährungswirtschaft, der Gastronomie, in der Gebäudereinigung, im Gesundheitswesen, der Landwirtschaft, der Metallindustrie und der technischen Reinigung ebenso wie in der Wäscherei. Durch vielfältige begleitende Dienstleistungen wird die optimale Anwendung sichergestellt.

Dabei ist der Aufwand für Hygiene und Oberflächenschutz sehr gering, die Auswirkungen falscher oder unterlassener Anwendung können aber erheblich sein. Hospitalismus, insbesondere Infektionen mit resistenten Keimen, lassen sich nur durch chemische Hygiene verhindern - Vorsorge ist dem Einsatz von Antibiotika vorzuziehen. Haltbare, sichere Lebensmittel können nur unter ab-solut hygienischen Bedingungen hergestellt werden, die durch chemische Desinfektionsmittel mit nachgewiesener Wirksamkeit sichergestellt werden. Lebensmittelvergiftungen aber bedeuten nicht nur Schaden an der Gesundheit des Verbrauchers, sondern auch erhebliche Einbussen für betroffene Herstel-ler, wie tragische Fälle von Listeriose im Berichtsjahr belegen. Automobile sind heute kostengünstig herzustellen, viel korrosionsbeständiger und haltbarer lackiert als früher - daran hat der Oberflächenschutz erheblichen Anteil.

Die Branche beklagt die angesichts des hohen Rationalisierungsdrucks und schrumpfenden Marktes weiter rückläufigen Erträge. Höhere Kostenbelastungen aus Verpackungsentsorgung, gestiegenen Rohstoffpreisen und Transportkosten schmälern mögliche Ergebnisse zusätzlich. Die Mitgliedsunternehmen des IHO erzielten 1999 insgesamt einen Umsatz von 1,2 Mrd. DM nach 1,1 Mrd DM im Vorjahr. Der Zuwachs ist durch Umstrukturierungen, Zukauf von Geschäftsbereichen und durch organisches Wachstum zu erklären. Die Anzahl der Beschäftigten sank weiter leicht, wobei auch bei Umstruk-turierungen betriebsbedingte Kündigungen die Ausnahme blieben.

Den ausführlichen Jahresbericht des IHO und eine Mitgliederliste finden Sie im Internet unter www.iho.de.