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29.04.2004

Verzicht auf Großgebinde für Peressigsäure: Erweiterung IBC

Anpassung an neuere technische Entwicklungen

Die Mitgliedsfirmen des IHO (Industrieverband Hygiene und Oberflächenschutz für industrielle und institutionelle Anwendungen e.V.), die nahezu die komplette Branche der Anbieter für gewerblich/industriell eingesetzte Reinigungs- und Desinfektionsmittel repräsentieren, hatten 1994 freiwillig darauf verzichtet, peressigsäurehaltige Desinfektionsmittel in Container-Großgebinden anzubieten. Damals gab es keine ausreichend sichere Großverpackung für dieses Füllgut.

Nun erlauben es neuere technische Entwicklungen, insbesondere sicherheitstechnisch verbesserte Großgebinde, die Abgabe von Peressigsäure in Großgebinden unter Einhaltung bestimmter Kriterien gut zu heißen. Daher wird die Selbstverpflichtung des IHO wie folgt modifiziert:

Die Auslieferung von stabilisierten Peressigsäureprodukten an die Kunden der Mitgliedsfirmen des IHO wird in Gebinden bis 1.000 Liter Nennvolumen akzeptiert, soweit das Füllgut und das Transportgebinde folgende spezielle Sicherheitskriterien erfüllen:

  • Maximaler Containerinhalt 1000 Liter
  • Gewicht der Innenblase > 23kg
  • Fest integrierte Sauglanze mit Entnahmeadapter aus HD-PE
  • Kein Auslaufhahn am Boden
  • Warmlagertest mit Falltest bei >55°C/4Tage bestanden
  • Befüllöffnung mit Entgasungsventil, verplombt
  • Entgasungskapazität des Entgasungsventils >220Liter / h bei 0.2 bar
  • Zusätzliche verplombte Sicherheitsabdeckung über der Befüllöffnung
  • Warnhinweis auf der Sicherheitsabdeckung: „Nicht öffnen!“
  • Nur Produkte mit < 17% Peressigsäure stabilisiert
  • Nur Produkte mit einem Gesamtaktivsauerstoffgehalt < 16,5%
  • Nur Produkte mit Einklassifizierungnachweis als OP IV nach den Vorschriften der BGV B4