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Der Fachbereich Gesundheitswesen

Im Gesundheitswesen ist Hygiene besonders wichtig, ihr Nutzen wird besonders offensichtlich, und ihre Unterlassung hat besonders fatale Auswirkungen. In der Geschichte der Medizinhygiene sind große Seuchenzüge bekannt – als die mangelnde Hygiene sozusagen zum Himmel stank - ebenso wie große Erfolge z.B. bei der Bekämpfung des Kindbettfiebers (Semmelweiß) und bei der Verminderung der Kindersterblichkeit in den Jahren um die vorletzte Jahrhundertwende.

Auch heute noch ist die Hygiene keineswegs selbstverständlich. "Aktion Saubere Hände" zitiert für 2006: 400.000 bis 600.000 Infektionen in deutschen Krankenhäusern. Die Sterblichkeit liegt dabei um 10 Prozent! Ca. 30 Prozent der Infektionen wären durch bessere Händehygiene vermeidbar.

Die Sicherstellung von Hygiene im Gesundheitswesen ist also eine große und verantwortungsvolle Aufgabe. Sie besteht aus wirksamen Produkten und disziplinierter Anwendung. Um die disziplinierte Anwendung zu fördern, insbesondere der Händedesinfektion, gibt es aktuell (im Jahre 2008) die Aktion „Saubere Hände“, die das Bundesgesundheitsministerium finanziell unterstützt und die auch wir mittragen.

Im Krankenhaus, Pflegeanstalten, Arztpraxen usw. wird eine große Vielfalt von Anwendungen aus dem Betreuungsbereich des IHO benötigt: Nicht nur Haut- und Händedesinfektionsmittel, auch Krankenhauswäsche, Krankenhausküche, medizinische Instrumente und nicht zuletzt Räume und Sanitäreinrichtungen müssen hygienisch sauber und desinfiziert sein um Infektionsketten zu unterbrechen. Daher beschäftigen sich die Mitgliedsfirmen des IHO auch mit vielen weiteren Themen, gerade eben der Aufbereitung von Medizinprodukten und den dafür geeigneten, materialverträglichen und wirksamen Mitteln und natürlich auch der Sicherheit für die Anwender und der Umweltverträglichkeit, wenn diese Produkte ins Abwasser des Krankenhauses gelangen.

Mitgliedsfirmen

Die Mitglieder dieses Fachbereichs sind Anbieter von Produkten und Systemen für Hygiene und Reinigung im Bereich Gesundheitswesen.

Die Anwenderbranchen sind beispielsweise:

  • Krankenhäuser
  • Altenheime
  • Pflegeheime
  • Arztpraxen
  • kommunale Einrichtungen (Schulen, Kindergärten, Schwimmbäder, etc.)
  • Pediküre, Maniküre, Piercing, Solarien, etc.

Besonders wichtig ist uns die gute Zusammenarbeit mit den Institutionen und Anwendern

Mit dem Robert-Koch-Institut (RKI) herrscht ein reger Erfahrungsaustausch um Listungsverfahren zu verbessern. Auch mit dem Verbund für Angewandte Hygiene e.V. (VAH) besteht eine enge Zusammenarbeit, um solche Verfahren zu optimieren.

Zusammenarbeit mit dem Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie e.V. (BPI)

Der IHO arbeitet eng mit der Arbeitsgruppe Desinfektionsmittelhersteller im BPI zusammen. Desinfektionsmittel können je nach Zweckbestimmung, Wirksamkeit und Anwendung Medizinprodukte, Biozidprodukte oder Arzneimittel sein. Während sich die Gefahrstoffeinstufungen und technischen Aspekte sehr ähneln, sind die regulatorischen Anforderungen aus den genannten Bereichen sehr unterschiedlich. So bearbeitet der IHO gefahrstoffrechtliche, biozidrechtliche und medizinprodukterechtliche Anforderungen, während im BPI arzneimittelrechtliche Anforderungen bearbeitet werden.

Ein Beispiel aus der Praxis: Die Dual-Use-Auslobung für Medizin- und Biozidprodukte wurden im IHO erarbeitet und hat sich für alle Anwenderkreise bewährt.