Gemeinsame Interessen
Die gemeinsamen Interessen erfordern verbandsübergreifende Bearbeitung der Themen. Die Mitgliedsfirmen sind in sehr unterschiedlichen Marktsegmenten tätig. Spezielle Interessen in diesen Bereichen erfordern eine aufgefächerte Organisation.
Arbeitsteilung – Entlastung durch Zusammenarbeit

Immer weniger Personen in den Firmen müssen immer mehr Arbeit bewältigen. Der Vorteil der Zusammenarbeit im Verband ist: Kleine Expertengruppen bearbeiten federführend die Themen für die Belange aller Betroffenen. So kann man eine Vielfalt von Themen bewältigen, die jede Firma allein überfordern würde. Diese Arbeitsteilung wird selbstverständlich gerechter, je mehr das Fachwissen zu verschiedenen Themen von unterschiedlichen Unternehmen eingebracht wird.
Das bedeutet aber auch, sich auf die Arbeit der Verbandsgremien verlassen zu können. Gleichzeitig spart dies den Firmen wertvolle Zeit und damit Geld. Denn nicht alle Themen müssen zwingend mit eigener Expertise abgedeckt oder dafür Experten entsendet werden.
Kleinere Firmen können normalerweise keine Experten entsenden. Sie vertrauen auf die Arbeitsergebnisse der Verbandsgremien. Das wird mit einem festen Mindestbeitrag abgegolten. Wenn aber eine „kleine“ Firma sich engagiert, zählt ihre Stimme genau so viel wie die der „Großen“. Im IHO wird jeder wichtig und ernst genommen.
Jeder profitiert von den Ergebnissen der anderen

Gemeinsame Interessen im Verband können alle Mitgliedsfirmen oder mehrere Fachbereiche betreffen, so z.B. Biozidgesetzgebung oder Detergentienverordnung / Wasch- und Reinigungsmittelgesetz. Für solche verbandsübergreifenden Aufgaben sind die Gremien wie Technischer Ausschuss oder AK Biozide gefordert.
Wenn jedoch nur ein Fachbereich oder nur ein Marktsegment betroffen ist, so z.B. beim Thema „umweltfreundliche öffentliche Beschaffung“ oder „Normung Leichtölabscheider“, werden Fachbereichs–Projektgruppen gebildet. Die jeweiligen Arbeitsergebnisse sind allen Fachbereichsmitgliedern zugänglich.
Immer wieder werden wir gefragt, warum z.B. ein Anbieter von Mitteln zur industriellen Teilereinigung (im IHO also im Fachbereich Metallindustrie und Technische Reinigung) Mitglied in einem Verband sein soll, der z.B. Zulieferer für Gebäudereinigung organisiert. Und beide interessieren die Anliegen der Waschmittellieferanten für professionelle Wäscherei wenig. In der Tat, für manche Themen muss man sich auf das Marktsegment fokussieren, um schlagkräftig zu sein. Aber man darf nicht verkennen, dass alle unsere Kernkompetenz in Detergentienverordnung und Biozidrecht benötigen und unsere Anwendungskompetenz des Chemikalienrechts, um die Einsetzbarkeit der Stoffe sicherzustellen.
Keiner der Fachbereiche ist wirtschaftlich so bedeutend, dass er sich einen eigenen Verband „leisten“ könnte. Erst durch die Bündelung der Kräfte über einen breiten Betreuungsbereich wird die Organisation überhaupt kosteneffizient möglich. Und nur in dieser Breite kommen die Synergieeffekte bei der Bearbeitung der Aufgaben zum Tragen, die für alle diese Bereiche gleich sind.
Die Organisation des IHO
Diese Breite der Kompetenz für ganz verschiedene Marksegmente und gleichzeitig die Bewältigung der generellen Aufgaben verlangt eine aufgefächerte Organisation unter strenger Beachtung des Subsidiaritätsprinzips – redundante Arbeiten sollen vermieden werden, gute gegenseitige Information ist erforderlich.
Satzungsgemäße Organe unseres Verbandes sind die Mitgliederversammlung, der Vorstand, der Beirat, die Fachbereiche und der Technische Ausschuss sowie die Geschäftsführung. Sowohl der Technische Ausschuss als auch die Fachbereiche organisieren die Bearbeitung von Projekten in Arbeitsgremien.
Dachverbände
Zur Bearbeitung aller Aufgaben, die unseren Verband gleich oder ähnlich betreffen wie andere Fachverbände, zählen wir auf die Zusammenarbeit mit dem Verband der Chemischen Industrie (VCI). Wir finden Verbündete und erhalten zentrale Unterstützung u.a. zu Rechtsfragen, Gefahrgut, Anlagensicherheit, Chemi-kaliengesetz. Ferner haben wir Anspruch auf alle Leistungen des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), und des Europäischen Chemieverbandes CEFIC, denen der VCI angehört. Die länderübergreifenden gemeinsamen Interessen der Wasch- und Reinigungsmittelbranche werden entsprechend im internationalen Ver-band A.I.S.E. organisiert. Zusammen mit den Kontakten zu Behörden, Ministerien, Institutionen und Parlamenten ergibt sich ein dichtes Netzwerk (Link), das für unsere Arbeit sehr wertvoll ist.
Organisation des IHO | 29 K |
