Im Arbeitskreis Nachhaltigkeit tauschen sich Expertinnen und Experten der Mitgliedsunternehmen zu ökologischen, sozialen und ökonomischen Fragestellungen aus. Der Arbeitskreis entwickelt gemeinsame Kriterien und Kennzahlen und ist maßgeblich an der Erstellung des IHO‑Nachhaltigkeitsberichts beteiligt.

Nachhaltigkeit ist ein zentraler Bestandteil der Arbeit im IHO.
Als Interessenvertretung der Hersteller von Reinigungs- und Hygienelösungen gestalten wir aktiv den Transformationsprozess hin zu klima- und ressourcenschonenden Produkten und Produktionsweisen mit. Nachhaltigkeit bedeutet für uns ökologische Verantwortung, wirtschaftliche Tragfähigkeit und soziale Fairness – mit einem besonderen Fokus auf den Schutz von Gesundheit, sicheren chemischen Anwendungen sowie eine verantwortungsvolle Gestaltung von Lieferketten.
Wir setzen uns dafür ein, ökologische Wirksamkeit, Sicherheit und Wirtschaftlichkeit in Einklang zu bringen. Dabei begleiten wir wichtige Regulierungsprozesse, fördern Innovationen und unterstützen unsere Mitgliedsunternehmen auf ihrem Weg zu klimafreundlichen und kreislauforientierten Lösungen.
Mit unseren Aktivitäten tragen wir dazu bei, dass Nachhaltigkeit im professionellen Reinigungs- und Hygienesektor messbar, wirtschaftlich tragfähig und kontinuierlich weiterentwickelt wird – zum Nutzen von Menschen, Umwelt und einer verantwortungsvollen Industrie.
Was bedeutet Nachhaltigkeit für die professionelle Reinigungs- und Hygienebranche?
Nachhaltigkeit in der professionellen Reinigungs- und Hygienebranche orientiert sich am Drei‑Säulen‑Modell und umfasst ökologische, soziale und wirtschaftliche Aspekte gleichermaßen.
Wirtschaft | Nachhaltigkeit braucht wirtschaftlich tragfähige, innovative und zukunftssichere Lösungen.
Umwelt | Schonender Umgang mit Ressourcen und Minimierung von Umweltbelastungen entlang des gesamten Produktlebenszyklus.
Soziales | Verantwortung für Gesundheit, Sicherheit und faire Arbeitsbedingungen – von der Herstellung bis zur Anwendung.
Eine Besonderheit der Branche – und des IHO – ist ihr wesentlicher Beitrag zur Gesundheit und zur Infektionsprävention. Reinigungs- und Desinfektionsmittel leisten einen zentralen Beitrag zum Schutz von Menschen in sensiblen Bereichen wie Gesundheitswesen, Lebensmittelverarbeitung oder öffentlichen Einrichtungen.
Der Anspruch der IHO‑Mitgliedsunternehmen ist es daher, Produkte und Verfahren zu entwickeln, die wirksam, sicher und zugleich ressourcenschonend sind – und damit Hygiene, Gesundheitsschutz und Nachhaltigkeit miteinander verbinden.
- Definition von Nachhaltigkeit für den IHO unter Berücksichtigung der drei Aspekte Ökologie, Soziales und Ökonomie
- Entwicklung und später Abfragung messbarer Kriterien, die sich aus dieser Definition ableiten lassen
- Herausgabe des jährlichen Branchen-Nachhaltigkeitsberichts
- Themen-Monitoring und Austausch mit anderen nationalen und internationalen Verbänden (e.g., VCI, Detergents Europe)
- Erstellen von Info-Broschüren und Leitfäden zu aktuellen Themen
- Austausch und Diskussion zwischen allen Teilnehmenden
- Organisation von Themen-Gruppen zur Bearbeitung bestimmter Aufgaben
- 3 – 5 Arbeitssitzungen jährlich
- Mitarbeiter der Mitgliedsfirmen
- Leitfäden, Fact-Sheets & Branchenstandards
- Schulungen, Workshops, Webinare
- Ansprechpartner im Verband
- Möglichkeit zur Mitarbeit
Der IHO-Nachhaltigkeitsbericht
Zweck und Zielsetzung des Berichts:
Der Nachhaltigkeitsbericht erfasst den aktuellen Stand der Nachhaltigkeitsinitiativen durch Kennzahlen und zeigt damit die Fortschritte und Entwicklungen der Branche auf.
Kennzahlen
Bei der Erfassung der Kennzahlen orientiert sich der Arbeitskreis an ausgewählten UN-Nachhaltigkeitszielen (Sustainable Development Goals – SDGs). Dabei wurden die Ziele sorgfältig ausgewählt, zu deren Erreichen die Branche ihren Beitrag leisten kann.
Nutzen für Mitglieder und Stakeholder
Unser Nachhaltigkeitsbericht schafft für Mitglieder, politische Entscheidungsträger, Geschäftspartner und weitere Stakeholder eine transparente, verlässliche und vergleichbare Informationsbasis zur nachhaltigkeitsbezogenen Leistung der Branche. Durch die systematische Darstellung von Kennzahlen, Entwicklungen und Maßnahmen unterstützt der Bericht Unternehmen dabei, regulatorische Erwartungen besser einzuschätzen, eigene Strategien auszurichten und Verbesserungspotenziale frühzeitig zu identifizieren.
Gleichzeitig ermöglicht er externen Stakeholdern, die Fortschritte der Branche im Bereich Umwelt, Sicherheit und verantwortungsvolle Wertschöpfung nachzuvollziehen. Damit dient der Bericht sowohl als Steuerungsinstrument für die Mitgliedsunternehmen als auch als vertrauensbildende Kommunikationsplattform gegenüber Politik, Markt und Öffentlichkeit.
Gesetzgebung und Regulierung
Der AK Nachhaltigkeit beobachtet die Gesetzgebungsverfahren in Berlin und Brüssel, gestaltet diese durch Beteiligung an Konsultationen, Zusammenarbeit mit anderen Verbänden, Mitarbeit in Gremien und vielen anderen Aktionen mit. Wir suchen den Austausch mit Behörden und Politik und verfassen Positionspapiere und Stellungnahmen.
Beispiele von Europäischen und nationalen Regularien, die wir im Bereich Nachhaltigkeit begleiten:
- Berichterstattung: CSRD / VSME
- CSDDD und Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz
- ESPR / Digital Product Passport
- PPWR (Verpackungsverordnung)
- Circular Economy Act
- Green Claims Directive
- EUDR (Entwaldungsverordnung)
- UWWTD (Abwasser-Richtlinie)
Projekt- & Arbeitsgruppen
Projektgruppe Zertifikate
Die Gruppe befasst sich mit der Vielzahl an Zertifikaten und Zertifizierungen für Unternehmen, Produkte und Verpackungen und möchte einen Überblick geben.
Projektgruppe PPWR
Die Arbeit in der Projektgruppe hat einen Leitfaden zur Verpackungsverordnung erarbeitet und möchte kommende regulatorische Schritte auf diesem Gebiet weiter begleiten.
Projektgruppe EUDR
Die Gruppe erarbeitet einen Leitfaden, der Überblick über die regulatorischen Anforderungen der Europäischen Entwaldungsverordung geben soll.